Mixing fertig Mastering lernen Sound Homerecording

Ist dein Mix fertig für das Mastering?

Hast du Zweifel, ob du deinen Mix, so wie er jetzt ist, zum Mastern geben kannst? Ich kann dich beruhigen. Damit bist du nicht alleine. Viele Homerecorder wissen nicht, was im Mastering überhaupt passiert.

Die Grenze zwischen Mixen und Mastern ist in den letzten Jahren durch die Digitalisierung stark verschwommen. Nur wenige Mastering-Engineers arbeiten noch mit Analog-Geräten, außer es ist vielleicht ausdrücklich erwünscht. Auch hier spielt das Recallen (das Wiederaufrufen einer Session) nach den ersten Revisionen inzwischen eine nicht unerhebliche Rolle. Zeit ist Geld.


Wo hört Mixing auf und wo fängt Mastering an?

Wo zieht man jetzt eine Linie? Wie weiß ich als Mixer, ab wann oder ob etwas zum Mastering kann, ohne dass der Empfänger miese Laune bekommt? 

Artikel: Warum deine Produktionen nicht fertig werden

3 Basics

Für dich als Mixer müssen 3 Punkt geklärt sein, bevor du deinen Mix an das Mastering aushändigen kannst.

  1. 1
    Passt für dich die Emotion und der Sound des Songs, so wie du ihn bzw. alle involvierten (z. B. Band, Produzent, A&R) zuletzt gehört haben. Haben quasi alle ihr OK gegeben. 
  2. 2
    Du solltest sicherstellen, dass dein Mix im finalen Ausgang nicht clipt und im besten Fall (bei modernen Rock/Pop Produktionen) 3dB-6dB Headroom hat. Ergo, der lauteste Peak sollte bei max. -3dB sein. * 
  3. 3
    Du exportierst deinen Song in der höchstmöglichen Qualität. Wenn du also mit 48.000Hz und 24Bit aufgenommen hast, auch in dem Format ans Mastering liefern. 

Was du unbedingt vermeiden solltest!

Der Mastering-Engineer ist in den meisten Fällen kein Entscheidungsträger. Was also nicht gerne gesehen wird ist, ihm mehrere Versionen zu schicken:


Mit Limiter, Ohne Limiter, Ohne 8000Hz EQ, Mit 3dB Gain Reduction Bus Kompressor usw.

"Hey, such dir bitte die Version aus, mit der du am besten arbeiten kannst."

Hier greift Basic 1. Und bevor du Basic 1 klärst, hast du am besten schon Basic 2 geregelt, um dann ganz entspannt Basic 3 zu liefern.

Ob du auf der Mastersumme also mit oder ohne Kompressor, EQ, Tape etc. arbeitest, ist weniger ausschlaggebend, als dass Basic1 erfüllt ist. Zufriedene Zuhörer die deinen Song und deinen Sound feiern. 

Wie du merkst, verschwimmt hier eben diese technische Linie zwischen Mix & Mastering. Ich möchte es aber auch hier zum Verständnis einmal greifbar machen:

MIX

Dein Song OHNE Summenbearbeitung auf dem "Master" oder "Mixbus". 

REFERENZ

Dein Song, so wie ihn alle für gut befunden haben, EGAL, was auf der "Summe" passiert ist. * 

MASTER

 Dein Song, aufbereitet für das finale Wunschmedium.

FAZIT

Mastering-Engineers arbeiten heutzutage also mehr mit einer Referenz und versuchen eben aus dieser Version, die allen Beteiligten zusagt, ein noch hochwertigeres Produkt zu machen, das allen technischen Ansprüchen des Zielmediums gerecht wird.

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Wie du weißt, sind wir als Homerecorder meistens ALLES. Und Kaffe kochen muss auch noch jemand.

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So klar wie hier in dem Beitrag hatte ich es bisher noch nicht runtergebrochen. Wie immer spreche ich nur aus eigener Erfahrung. Technische Details sind manchmal im Einzelfall zu klären.

*PS: Ich empfehle dir, den Song zumindest ohne Limiter final abzuhören, um ihn dann auch so abliefern zu können. 

Christian Benner

Über den Autor:

Christian ist Dipl. Audioengineer und hat die Initiative Homerecording1x1 ins Leben gerufen, um Musikern und ambitionierten Homerecordern eine deutschsprachige Plattform zu geben, die ganz klare Anleitungen zum Thema Recording, Mixing & Mastering auf den Punkt bringt.


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