Das Audio Interface ist die zentrale Schnittstelle zur Aufnahme und Ausspielung von Audiosignalen in und aus Deinem Computer.
Genauer gesagt, werden dort Audiosignale zum Aufnehmen von analog nach digital oder zum Abhören in umgekehrter Richtung umgewandelt.
Ich zeige Dir 13 verschiedene Audio Interface Modelle von Focusrite über Universal Audio bis Universal Audio im ultimativen Produkt-Vergleich Test und erkläre Schritt für Schritt, was alles hinter den einzelnen Features steckt.
Audiointerfaces: 13 Klassiker für Homerecorder
IK Multimedia iRig HD X
- Passt in jede Hosentasche
- Mini Gitarrenamp
Focusrite Scarlett 2i2 4th Gen
- Verbesserte Preamps
- Auto-Gain
Yamaha UR22 MK3
- USB-C Anschluss
- iOS-kompatibel ohne Adapter
Audient iD14 MKII
- ScrollControl für DAW-Steuerung
Tascam US-16x08
- Viele In & Outputs
- Preis/Leistung
SSL 12
- SSL-Wandlerqualität
- Bus-powered
Focusrite Scarlett 18i20 4th Gen
- Kaskadierbar
- 18 Ein- / 20 Ausgänge
Audient iD48
- ADAT-Erweiterung möglich
Universal Audio Apollo Twin X Duo Gen2
- UAD Pluginpaket
- Unison Preamps
MOTU 828 (2024)
- USB + Thunderbolt
- Standalone-Mixer
RME Fireface UCX II
- Adat, Worldclock, S/pdif
- MIDI-Schnittstelle
Universal Audio Apollo x8 Gen2
- Unison Preamps
- DSP Power
Antelope Orion Studio Synergy Core
- 12 Mic-Preamps
- DSP Power
Was ist ein Audio Interface?
Ein Audio Interface ist eine externe Soundkarte. Du kannst damit Audiosignale in Deinem Computer aufnehmen und auf dem Computer gespeicherte Audiosignale abhören.
Was macht ein Audio Interface?
Das Audio Interface wandelt ein bei der Aufnahme eingehendes analoges Audiosignal, also sozusagen „Ton aus Strom“, in ein digitales Audiosignal um. Dieses wird dann auf der Computerfestplatte in Form von Nullen und Einsen gespeichert. Darüber hinaus wandelt das Audio-Interface auch digitale Audiosignale wieder wieder zurück in analoge Audiosignale, wie beispielsweise zum Abhören Deiner Mixe über Studiolautsprecher.

Meine Empfehlung
Setup für Singer-Songwriter
Christian Benner empfiehlt Singer-Songwritern das Focusrite Scarlett 2i2 zusammen mit dem Rode NT1. Zwei Eingänge für Mikrofon und Gitarre, 48 Volt Phantomspeisung für das Kondensatormikrofon, ein Kopfhörerausgang zum Abhören und zwei Ausgänge für die Monitorboxen. Nicht geeignet, wenn du MIDI brauchst: Das Scarlett 2i2 hat keinen MIDI-Anschluss.
Warum Preis-Leistung: Das NT1 ist schon das ganze Set: SM6 Spinne mit integriertem Popschutz, sechs Meter XLR-Kabel und ein USB-Kabel liegen bei. Du kaufst zwei Teile und kannst aufnehmen, ohne noch etwas nachzukaufen.
Einzeln nachlesen: Focusrite Scarlett 2i2

Meine Empfehlung
Setup für Schlagzeug-Aufnahmen
Christian Benner empfiehlt für Schlagzeug-Aufnahmen das Tascam US-16x08 zusammen mit dem sE Electronics V Pack Arena. Sieben Mikrofone im Koffer, acht Mikrofoneingänge am Interface, 48 Volt Phantomspeisung für das Overhead-Paar, dazu MIDI und ein Kopfhörerausgang. Damit nimmst du ein komplettes Schlagzeug in einem Durchgang auf. Nicht geeignet, wenn du über 96 kHz aufnehmen willst: Das Tascam geht bis 96 kHz.
Warum Preis-Leistung: Die sE Electronics habe ich selbst im Einsatz und sie sind für den Preis einfach unschlagbar. Die Klangqualität ist super ausgewogen und macht punchige Drums. Für Aufnahmen im Studio genauso wie für den Live-Betrieb perfekt geeignet. Und das Tascam passt wegen der acht Eingänge genau dazu.
Einzeln nachlesen: Tascam US-16x08
Welches Audio Interface passt zu dir?
13 Modelle von 79 € bis 2.899 € - übersichtlich sortiert nach Budget und Anwendungsfall. Als PDF zum Mitnehmen.
Darauf solltest du vor dem Kauf achten
Sechs Fragen entscheiden, welches Interface zu dir passt:
Die wichtigsten Audio Interface Fakten zum Vergleichen
Welches Audio Interface das richtige ist, hängt von drei Dingen ab: wie viele Preamps du brauchst, welche Verbindungsart dein Rechner unterstützt (USB-C oder Thunderbolt) und ob du MIDI benötigst. 96 kHz und 24 Bit sind heute Standard, darunter lohnt sich der Kauf kaum noch. Die Tabellen unten zeigen dir die besten Modelle ihrer Klasse, sortiert nach Preisbereich und Einsatzzweck.
Die Kompaktklasse bis 200€
| Merkmal | |||
|---|---|---|---|
| IK Multimedia iRig HD X | Focusrite Scarlett 2i2 4th Gen | Yamaha UR22 MK3 | |
| Mikrofon-Preamps | – | 2 | 2 |
| +48 V Phantomspeisung | – | ✓ | ✓ |
| Abtastrate / Auflösung | 96 kHz / 24 Bit | 192 kHz / 24 Bit | 192 kHz / 24 Bit |
| Anschluss | USB-C / Lightning, iOS | USB-C | USB-C, iOS |
| Shop* | ThomannAmazon | ThomannAmazon | ThomannAmazon |
Alle drei: Ein-/Ausgänge 2x2 · Kopfhörerausgänge 1 · ohne MIDI In/Out
Die Mittelklasse bis 600€
| Merkmal | |||
|---|---|---|---|
| Audient iD48 | Tascam US-16x08 | Focusrite Scarlett 18i20 4th Gen | |
| Ein-/Ausgänge | 24x24 | 16x8 | 18x20 |
| -20 dB Pad | – | – | ✓ |
| Line In/Out | 8x8 | 8x8 | 8x10 |
| Kopfhörerausgänge | 2 | 1 | 2 |
| MIDI In/Out | – | ✓ | ✓ |
| Abtastrate / Auflösung | 96 kHz / 24 Bit | 96 kHz / 24 Bit | 192 kHz / 24 Bit |
| Anschluss | USB-C | USB 2.0, iOS | USB-C |
| Shop* | Thomann | ThomannAmazon | ThomannAmazon |
Alle drei: Mikrofon-Preamps 8 · +48 V Phantomspeisung · Hi-Z für Gitarre/Bass 2
Die Oberklasse bis 1300€
| Merkmal | |||
|---|---|---|---|
| Universal Audio Apollo Twin X Duo Gen2 | SSL 12 | MOTU 828 (2024) | |
| Ein-/Ausgänge | 10x6 | 12x8 | 28x32 |
| Mikrofon-Preamps | 2 | 4 | 2 |
| -20 dB Pad | ✓ | – | ✓ |
| Hi-Z für Gitarre/Bass | 1 | 2 | 2 |
| Line In/Out | 2x4 | 4x4 | 8x10 |
| Kopfhörerausgänge | 1 | 2 | 2 |
| MIDI In/Out | – | ✓ | ✓ |
| S/PDIF | ✓ | – | ✓ |
| Word Clock | – | – | ✓ |
| Abtastrate / Auflösung | 192 kHz / 24 Bit | 192 kHz / 32 Bit | 192 kHz / 24 Bit |
| Anschluss | Thunderbolt 3 | USB-C | USB + Thunderbolt |
| Shop* | ThomannAmazon | ThomannAmazon | ThomannAmazon |
Alle drei: +48 V Phantomspeisung · ADAT In/Out
Die High-End Klasse bis 3000€
| Merkmal | |||
|---|---|---|---|
| Antelope Orion Studio Synergy Core | RME Fireface UCX II | Universal Audio Apollo x8 Gen2 | |
| Ein-/Ausgänge | 64x64 | 20x20 | 18x24 |
| Mikrofon-Preamps | 12 | 2 | 4 |
| -20 dB Pad | ✓ | – | ✓ |
| Hi-Z für Gitarre/Bass | 4 | 2 | 2 |
| Line In/Out | 12x20 | 8x6 | 8x10 |
| Kopfhörerausgänge | 2 | 1 | 2 |
| MIDI In/Out | – | ✓ | – |
| Word Clock | – | ✓ | ✓ |
| Anschluss | USB 2.0 / Thunderbolt 3 | USB 2.0 | Thunderbolt 3 |
| Shop* | ThomannAmazon | ThomannAmazon | ThomannAmazon |
Alle drei: +48 V Phantomspeisung · S/PDIF · ADAT In/Out · Abtastrate / Auflösung 192 kHz / 24 Bit
Die Produkte im Detail: Vor- & Nachteile

IK Multimedia iRig HD X
2x2 Kanäle · USB-C / Lightning · 96 kHz
Das iRig HD X ist der Nachfolger des iRig HD 2 und richtet sich an Gitarristen und Bassisten, die ihre Ideen sofort festhalten wollen, am Rechner genauso wie am iPhone.
Eingebaut sind ein Hi-Z Instrumenteneingang, ein regelbarer Vorverstärker, Direct Monitoring und ein Stimmgerät. AmpliTube 5 SE und TONEX SE liegen als Amp-Simulationen bei, über Loopback+ schickst du das Signal von einer App in die nächste. Kabel für USB-C und Lightning sind dabei.
Vorteile
- Passt in jede Hosentasche, 54 Gramm
- Kabel für USB-C und Lightning im Lieferumfang
- AmpliTube 5 SE und TONEX SE inklusive
Nachteile
- Nur ein Instrumenteneingang
- Kein XLR-Anschluss für Mikrofone
- Maximal 24 Bit / 96 kHz
Eine Klasse höher: Focusrite Scarlett 2i2 4th Gen

Focusrite Scarlett 2i2 4th Gen
2x2 Kanäle · 2 Preamps · USB-C · 192 kHz
Der Scarlett 2i2 ist seit Jahren der meistverkaufte Einstieg ins Homerecording. Die vierte Generation legt nochmal nach.
Verbesserte Preamps mit deutlich weniger Rauschen, ein Air-Modus für mehr Brillanz in den Höhen und eine Auto-Gain-Funktion nehmen dir den mühsamen Pegelcheck ab. Wer zwei Kanäle braucht und direkt loslegen will, ist hier bestens aufgehoben.
Vorteile
- Verbesserte Preamps mit Air-Modus
- Auto-Gain nimmt dir den Pegelcheck ab
- USB-C, 24 Bit / 192 kHz
Nachteile
- Kein MIDI-Anschluss
- Nur 2 Eingänge
- Kein ADAT für Erweiterungen
Günstiger: IK Multimedia iRig HD X · Eine Klasse höher: Yamaha UR22 MK3

Yamaha UR22 MK3
2x2 Kanäle · 2 Preamps · USB-C · 192 kHz
Aus dem Steinberg UR22C wurde der Yamaha UR22 MK3. Yamaha hat die bewährte UR-Serie übernommen und weiterentwickelt.
Mit USB-C, MIDI I/O und iOS-Kompatibilität ist das MK3 ein vollwertiges Zweikanal-Interface, das du sowohl am Rechner als auch direkt am iPad betreiben kannst. Die D-Pre Class-A Vorverstärker sorgen für saubere, rauscharme Aufnahmen.
Vorteile
- USB-C Anschluss
- MIDI I/O an Bord
- iOS-kompatibel ohne Adapter
Nachteile
- Nur 2 Eingänge
- Keine ADAT-Erweiterung möglich
- Kein Air-Modus wie bei Focusrite
Günstiger: Focusrite Scarlett 2i2 4th Gen · Eine Klasse höher: Audient iD14 MKII

Audient iD14 MKII
2 Mic/Line + ADAT · 2 Preamps · USB-C · 96 kHz
Das iD14 MKII ist Audients Einstieg in die Welt der professionellen Preamps. Der Preis bleibt für Homerecorder realistisch.
Die zwei Class-A Vorverstärker stammen aus der gleichen Entwicklungslinie wie in deutlich teureren Audient-Pulten. Besonders praktisch: das integrierte ScrollControl-Jog-Wheel, mit dem du deine DAW direkt am Interface bedienen kannst.
Vorteile
- Class-A Preamps in Konsolenqualität
- ScrollControl für DAW-Steuerung
- FET Instrument-Eingang
Nachteile
- Nur 2 Eingänge
- Kein MIDI-Anschluss
Günstiger: Yamaha UR22 MK3 · Eine Klasse höher: Tascam US-16x08

Tascam US-16x08
16x8 Kanäle · 8 Preamps · USB 2.0 · 96 kHz
Wenn nicht nur möglichst viele Mikrofon-Preamps, sondern zudem auch noch zahlreiche Line-Eingänge gewünscht werden, stellt das Tascam US-16x08 die wohl preisgünstigste Audiointerface-Lösung in unserem Vergleich dar.
Neben acht Mic-Eingängen warten weitere acht Line-Inputs sowie obendrein noch acht Line-Ausgänge auf ihre Verbindung mit mannigfaltiger Studio-Peripherie.
Vorteile
- Viele Ein- & Ausgänge für kleines Geld
- MIDI Schnittstelle
- DSP Direct Monitoring
Nachteile
- Maximal 96 kHz Auflösung
- Keine Erweiterung per ADAT möglich
Günstiger: Audient iD14 MKII · Eine Klasse höher: SSL 12

SSL 12
12x8 Kanäle · 4 Preamps · USB-C · 192 kHz
SSL baut seit Jahrzehnten die Pulte, auf denen Alben entstehen. Das SSL 12 bringt diese Wandlerqualität erstmals in ein kompaktes USB-Interface unter 400 Euro.
Mit 12 Eingängen, 8 Ausgängen und 32-Bit-Wandlern ist es technisch erstaunlich gut ausgestattet. Das mitgelieferte SSL Production Pack gibt dir obendrauf noch praxistaugliche Studio-Software an die Hand.
Vorteile
- SSL-Wandlerqualität, 32 Bit / 192 kHz
- Bus-powered, kein Netzteil nötig
- SSL Production Pack Software inklusive
Nachteile
- Nur 2 Mic-Preamps
- Kein MIDI-Anschluss
- Kein ADAT
Günstiger: Tascam US-16x08 · Eine Klasse höher: Focusrite Scarlett 18i20 4th Gen

Focusrite Scarlett 18i20 4th Gen
18x20 Kanäle · 8 Preamps · USB-C · 192 kHz
Die vierte Generation des 18i20 bringt alle Neuerungen der Scarlett-Reihe auf acht Preamps: Air-Modus, Auto-Gain für alle Kanäle gleichzeitig und verbesserte Wandler.
Für Bands, die alles auf einmal aufnehmen wollen, bleibt das 18i20 die günstigste Einstiegslösung mit acht vollwertigen Mic-Preamps. Die 18 Eingänge und 20 Ausgänge lassen kaum Wünsche offen.
Vorteile
- 8 Preamps mit Air-Modus & Auto-Gain
- 18 Ein- / 20 Ausgänge
- MIDI I/O & Loopback
Nachteile
- Kein Thunderbolt
- Kein DSP Direct Monitoring
- Kein ADAT
Günstiger: SSL 12 · Eine Klasse höher: Audient iD48

Audient iD48
24x24 Kanäle · 8 Preamps · USB-C · 96 kHz
Wer acht vollwertige Mikrofonpreamps ohne Kompromisse sucht, landet beim Audient iD48.
Die Class-A Preamps kommen aus der gleichen Entwicklungslinie wie in Audients Konsolenpulten. Das klingt deutlich hochwertiger als das, was man in dieser Preisklasse erwarten würde. Dazu gibt es ADAT für flexible Erweiterungen und MIDI I/O für komplette Produktionssetups.
Vorteile
- 8 Class-A Preamps in Konsolenqualität
- ADAT-Erweiterung möglich
- MIDI I/O
Nachteile
- Maximal 96 kHz Auflösung
- Kein Thunderbolt
- Nur 6 Line-Ausgänge
Günstiger: Focusrite Scarlett 18i20 4th Gen · Eine Klasse höher: Universal Audio Apollo Twin X Duo Gen2

Universal Audio Apollo Twin X Duo Gen2
10x6 Kanäle · 2 Preamps · Thunderbolt 3 · 192 kHz
Der Apollo Twin X Duo Gen2 ist der Einstieg in die UAD-Welt und damit in eine der mächtigsten DSP-Plattformen für Homerecorder und Semi-Pros.
Neu in der zweiten Generation sind die ESS Sabre Wandler, die nochmal spürbar mehr Transparenz und Dynamik liefern. Die Unison-Preamp-Technologie lässt dich klassische Röhren- und Konsolensounds direkt beim Aufnehmen einfärben.
Vorteile
- ESS Sabre Wandler der zweiten Generation
- Unison Preamp-Technologie
- UAD-2 Duo DSP für Echtzeit-Plugins
Nachteile
- Nur Thunderbolt, kein USB
- Thunderbolt-Kabel nicht im Lieferumfang
- UAD Plugins kosten extra
Günstiger: Audient iD48 · Eine Klasse höher: MOTU 828 (2024)

MOTU 828 (2024)
28x32 Kanäle · 2 Preamps · USB + Thunderbolt · 192 kHz
Die 2024er Ausgabe des MOTU 828 ist das flexibelste Interface in unserem Vergleich: USB und Thunderbolt gleichzeitig, AVB-Netzwerkfähigkeit und ein vollständiger Standalone-Mixer, der auch ohne angeschlossenen Computer funktioniert.
Mit 28 Ein- und Ausgängen, acht Preamps und ADAT-Erweiterung ist das 828 die Lösung für ambitionierte Produktionsumgebungen, die weiter wachsen sollen.
Vorteile
- USB + Thunderbolt gleichzeitig nutzbar
- Standalone-Mixer ohne Computer
- AVB Netzwerk & 28 I/O
Nachteile
- Software-Routing komplex
- Kein DSP für Echtzeit-Plugins
- Hoher Preis
Günstiger: Universal Audio Apollo Twin X Duo Gen2 · Eine Klasse höher: RME Fireface UCX II

RME Fireface UCX II
20x20 Kanäle · 2 Preamps · USB 2.0 · 192 kHz
Vor allem top-lineare AD/DA-Wandler und Preamps zeichnen RME aus - so auch das USB-gestützte Fireface UCX.
Dessen Stärken sind der universelle USB-Anschluss sowie die kompakte Gehäusebauform mit vergleichsweise zahlreichen Ein- und Ausgängen.
Das empfiehlt sich gerade auch für mobile Aufnahme-Setups, die über zusätzliche Mic-Pres als Extra-Klangfarben verfügen oder an die externe Klangerzeuger qualitativ hochwertig angebunden werden sollen.
Vorteile
- extrem hochwertige Wandler
- MIDI Schnittstelle
- Halbe 19 Zoll & sehr Kompakt
- DSP Monitoring
Nachteile
- USB 2.0 mit Buchse Typ B
- Preis
Günstiger: MOTU 828 (2024) · Eine Klasse höher: Universal Audio Apollo x8 Gen2

Universal Audio Apollo x8 Gen2
18x24 Kanäle · 4 Preamps · Thunderbolt 3 · 192 kHz
Die „große“ Apollo-Ausführung lässt gerade in puncto Konnektivität praktisch keinerlei Wünsche offen. Wer einmal damit gearbeitet hat, will nichts anderes mehr.
Vier Unison-Mikrofonvorverstärker, gepaart mit acht weiteren Line-Ein- und zehn Line-Ausgängen inklusive aller gängigen Digitalschnittstellen bieten jede Menge hochqualitative Flexibilität.
Zuzüglich des hochgelobten UAD2-DSP-Processings darf das Apollo x8 getrost als eines der wohl herausragendsten Audiointerface-Modelle im Profi-Bereich bezeichnet werden.
Vorteile
- Perfekte Hardware/Software Kombination
- Pegelanzeigen
- Pad, Low-Cut & Phase Funktion
- DSP Monitoring & Effekt Prozessing
Nachteile
- Preis
- Nur 4 Mic-Preamps
Günstiger: RME Fireface UCX II · Eine Klasse höher: Antelope Orion Studio Synergy Core

Antelope Orion Studio Synergy Core
64x64 Kanäle · 12 Preamps · USB 2.0 / Thunderbolt 3 · 192 kHz
Antelopes Audiointerfaces Austattung ist enorm. Sie haben alles für eine professionelle Studioumgebung im petto. Von feinsten AD/DA-Wandlern bis zu absolutem High-End 64bit Clocking in gewohnter "Oven-Clock" Manier.
12 Mikrofon Vorverstärker machen hier oft den Kaufunterschied zum Apollo. Zudem sind 64 Inputs und 64 Outputs schon eine Ansage und kann von niemandem im Test übertrumpft werden.
Qualität kostet, das zeigt auch der Preis.
Vorteile
- 12 High-End Mic-Preamps
- 64 Bit Clocking
- 2 Reamp Ausgänge
- DSP Monitoring & Effekt Prozessing
Nachteile
- Preis
- Kein MIDI In/Out
Günstiger: Universal Audio Apollo x8 Gen2
Zubehör: Was du zum Audio Interface noch brauchst
Ein Audio Interface allein reicht nicht, um loszulegen. Das richtige Zubehör drumherum entscheidet, ob alles reibungslos zusammenläuft. Hier findest du die wichtigsten Ergänzungen, die für die meisten Homestudio-Setups Sinn machen.
Deloc USB-C/Thunderbolt3
Thunderbolt / USB-C Kabel
Das Kabel im Lieferumfang ist meist zu kurz für den Studioeinsatz. Das Delock-Kabel funktioniert als Thunderbolt 3 und USB-C gleichermaßen und hält die Verbindung auch auf 2 Metern stabil und dropout-frei.
Cordial CTI 3 PP
Instrumentenkabel
Für Gitarre oder Bass direkt in den High-Z-Eingang empfiehlt sich ein gut abgeschirmtes Klinkenkabel, damit keine Brummeinstreuungen ins Signal kommen.
Cordial CTM 10 FM
XLR-Kabel
Für Mikrofone empfiehlt sich ein symmetrisches XLR-Kabel, das elektromagnetische Einstreuungen unterdrückt und das Signal sauber ans Interface überträgt. Mit 10 Metern bleibt genug Spielraum für flexible Mikrofonpositionen.
Mutec Optisches Kabel 0,5m
ADAT-Kabel (Optisch / Toslink)
Wer sein Interface per ADAT um weitere Preamps erweitert, braucht ein optisches Toslink-Kabel, das sowohl für SPDIF als auch ADAT funktioniert.
Gator Frameworks Elite 10U Rack
19" Zoll Rack
Wer von Anfang an Platz für weiteres Equipment einplanen will, ist mit dem Gator Frameworks Elite gut aufgestellt. 10 Höheneinheiten lassen genug Raum, damit das Setup mitwachsen kann.
Mit dem richtigen Zubehör ist dein Setup vollständig. Bevor du dich für ein konkretes Modell entscheidest, lohnt sich ein Blick auf die wichtigsten Fragen, die viele Käufer erst nach dem Kauf stellen. Im folgenden Abschnitt beantworte ich sie direkt.
1. Welche Schnittstelle brauchst du?
Audio Interfaces verbinden sich über verschiedene Schnittstellen mit deinem Rechner, und nicht jede passt zu jedem Setup. Die Übersicht zeigt dir, was noch aktuell ist und was du beim Kauf ignorieren kannst.

Für Homerecorder gilt: USB 3.0 reicht für alles, von Einsteiger bis Pro-Klasse. Thunderbolt lohnt sich erst ab High-End-Setups mit vielen gleichzeitigen Kanälen. Firewire ist 2026 keine Kaufoption mehr. ADAT interessiert dich erst, wenn du dein Setup später erweitern willst.
2. Wie viele Eingänge brauchst du wirklich?
Mehr Kanäle sind natürlich besser. Wer aber keine Band aufnimmt oder nur Gesang oder ein Instrument einspielen will, ist mit zwei Kanälen vollständig ausgestattet. Wenn du dich für ein 2-Kanal-Interface entscheidest, solltest du aber auf hochwertige Komponenten setzen: Premium-Preamps und gute Wandler. Das ist der Unterschied, der klanglich zählt.
Ein Punkt der dabei oft unterschätzt wird: wie viel Gain der Preamp liefert. Ein dynamisches Mikrofon wie das Shure SM7B braucht deutlich mehr Verstärkung als manche Kondensatormikrofone. Wer ein SM7B an einen schwachen Interface-Preamp hängt, bekommt das Signal nicht sauber auf Pegel.

Gitarre oder Bass nimmst du über den Hi-Z-Eingang ab. Hi-Z steht für High-Impedance und ist der richtige Eingang für Instrumente mit passiven Tonabnehmern. Über einen normalen Line-Eingang verlierst du Höhen und der Klang klingt dumpf. Die Alternative ist die Klassiche DI-Box.
Mehr Eingänge als dein Interface hergibt?
Wer mit mehreren Musikern gleichzeitig aufnimmt und mehr Kanäle braucht als das Interface hergibt, hat zwei Optionen.
Erstens: Erweiterung über die ADAT-Schnittstelle mit einem externen Preamp-Konverter. Der liefert in der Regel acht zusätzliche Kanäle über ein einziges Toslink-Kabel.
Zweitens: Kaskadierung. Dabei werden zwei, drei oder vier kompatible Interfaces in Reihe geschaltet, bis die nötige Kanalzahl erreicht ist. Nicht jede Kombination funktioniert, also vorher prüfen ob der Hersteller das unterstützt.
3. Wie gut muss der Preamp sein?
Der Preamp ist das Herzstück jedes Audio Interfaces. Er verstärkt das schwache Mikrofonsignal auf einen nutzbaren Pegel, bevor es digitalisiert wird. Kondensatormikrofone benötigen dafür zusätzlich 48V Phantomspeisung, die jedes moderne Interface über einen eigenen Schalter bereitstellt.
Ab der Mid-Klasse, also Focusrite Scarlett 4th Gen, SSL 12 oder Yamaha UR22 MK3, sind die Preamps sauber genug für den professionellen Einsatz. Wer ein dynamisches Mikrofon mit wenig Eigenempfindlichkeit betreibt, sollte auf Interfaces ab der Mid-Klasse setzen oder einen separaten Preamp wie den Cloudlifter dazwischenschalten.

Im professionellen Tonstudio spielt die Diskussion ohnehin auf einer anderen Ebene: dort kommen externe Preamps von Neve, API oder SSL zum Einsatz, gefolgt von einem separaten Wandler-Gerät das das analoge Signal in den Computer überträgt. Das ist aufwendiger, teurer und klanglich nochmal eine andere Kategorie. Für den Heimgebrauch reicht ein klassisches Audio Interface mit eingebautem Preamp vollständig aus. Das ist der entscheidende Unterschied zwischen beiden Welten.
4. Wie viele Ausgänge brauchst du?
Der wichtigste Ausgang am Interface ist der zu deinen Studiomonitoren. Daneben ein Kopfhörer-Ausgang mit eigenem Verstärker und Lautstärkeregler. Hochohmige Studiokopfhörer z.B. 250 Ohm brauchen mehr Verstärkerleistung. Die meisten Interfaces liefern das heute allerdings problemlos.
Wer mit mehreren Lautsprecherpaaren arbeitet, um Mixes auf verschiedenen Boxen gegenzuhören, braucht einen Monitor Controller. Das Gerät sitzt zwischen Interface und Lautsprechern und gibt dir einen großen Lautstärkeregler direkt in Griffweite. Für ein einfaches Homestudio-Setup kein Muss, für professionelleres Arbeiten mit mehreren Abhören aber sinnvoll.
Monitor-Controller bei mehreren Abhören
Mackie Big Knob
Ein solches Zusatzgerät, wie beispielsweise der Mackie Big Knob bietet Anschlüsse für mehrere Monitorpaare, zusätzliche Eingangssignale parallel zum Audiointerface sowie erweiterte Kopfhörer-Features inklusive Talkback-Mic & Konsorten.
Für ein einfaches Homestudio-Setup kein Muss, für professionelleres Arbeiten mit mehreren Abhören aber sinnvoll.
5. Brauchst du MIDI am Audio Interface?
Wer nur mit einem USB-Masterkeyboard arbeitet, braucht kein MIDI am Interface. Das Keyboard stellt die Verbindung zur DAW direkt über USB her, ohne dass ein 5-poliger DIN-Anschluss nötig ist.
Relevant wird MIDI am Interface erst, wenn Hardware-Synthesizer ins Setup eingebunden werden sollen. Wer dabei mehr als ein oder zwei Geräte betreibt, kommt mit einem einzelnen MIDI-Anschluss am Interface schnell an die Grenzen. In dem Fall ist ein dediziertes MIDI-Interface wie das iConnectivity mioXL die bessere Lösung.
Die kurze Antwort: Kein Hardware-Synth im Setup, kein MIDI nötig am Interface.
6. Was ist Direct Monitoring und warum brauchst du es?
Zum Aufnehmen braucht es nicht nur gute Preamps, sondern auch latenzfreies Monitoring per Kopfhörer für den Musiker. Ab etwa 8 ms Verzögerung hört man sich selbst versetzt. Das klingt harmlos, ist beim Einspielen aber massiv störend.

Direct Monitoring löst das: Das Eingangssignal wird direkt am Interface dem Playback beigemischt, ohne Umweg durch den Computer. Einfache Interfaces wie das Scarlett 2i2 bieten das als reine Hardware-Lösung. Einschränkung: Kein Hall auf der Stimme im Kopfhörer möglich. Größere Interfaces mit DSP lösen auch das und berechnen Effekte wie Hall latenzfrei direkt im Interface.
Warum Latenz die Musiker-Perfomance zerstört
Das Mikrofonsignal läuft in die DAW, durch alle Plugins und kommt verzögert zurück. Je mehr Spuren im Projekt, desto schlimmer. Der Musiker hört sich versetzt und kann sich nicht fallen lassen. Direct Monitoring löst das: Das Interface mischt das Signal direkt mit dem Playback zusammen, bevor es den Computer überhaupt erreicht.
Welches Interface passt zu dir?
Solo, Singer/Songwriter
Zwei Kanäle reichen. Entscheidend ist nicht die Kanalzahl, sondern die Preamp-Qualität. Das Focusrite Scarlett 2i2 ist das meistverkaufte Interface in seiner Kategorie, und das aus gutem Grund. Wer zusätzlich MIDI-Hardware oder ein iPad anschließen will, nimmt das Yamaha UR22 MK3. Wer mehr Preamp-Qualität ohne mehr Kanäle will, ist beim SSL 12 besser aufgehoben.
Band, mehrere Musiker gleichzeitig
Acht Preamps als Minimum. Das günstigste Komplettpaket ist das Focusrite Scarlett 18i20. Wer mehr Wert auf Preamp-Qualität legt, greift zum Audient iD48 mit Class-A Vorverstärkern in Konsolenqualität und ADAT für spätere Erweiterungen.
Professionell, kein Kompromiss
Wer DSP-Echtzeit-Plugins und Unison-Preamp-Technologie will, kommt am Universal Audio Apollo x8 nicht vorbei. Nur noch mehr Preamps und Wandlerqualität verspricht das Antelope Orion.

Audio Interface: Fragen und Antworten
Brauche ich wirklich ein Audio Interface oder reicht meine interne Soundkarte?
Für Aufnahmen brauchst du ein Interface, für reine Wiedergabe reicht die interne Soundkarte. Interne Soundkarten sind auf Audiowiedergabe optimiert, ein Audio Interface hingegen auf niedrige Latenz und präzise Analog-Digital-Wandlung für professionelle Aufnahmen. XLR-Eingänge, Phantomspeisung und ein rauscharmer Preamp fehlen internen Soundkarten komplett.
Was ist der Unterschied zwischen einem Audio Interface und einem USB-Mikrofon?
Ein USB-Mikrofon hat das Interface eingebaut und ist sofort einsatzbereit, aber du bist auf dieses eine Mikrofon festgelegt. Mit einem Audio Interface schließt du jedes XLR-Mikrofon an und nimmst mehrere Quellen gleichzeitig auf. Wer langfristig aufnehmen will, fährt mit Interface und separatem Mikrofon besser.
Wofür ist der 48V-Knopf (Phantomspeisung) da und kann er meine Hardware beschädigen?
Der 48V-Knopf versorgt Kondensatormikrofone mit Strom. Ohne ihn bleibt ein Kondensatormikrofon stumm. Dynamische Mikrofone brauchen keine Phantomspeisung und werden bei korrekter XLR-Verkabelung auch nicht beschädigt. Vorsicht gilt nur bei Bändchenmikrofonen oder empfindlicher Instrumentenhardware. Hier schützt oft eine zusätzliche DI-Box in der Signalkette. Steck das Kabel zuerst, bevor du die Phantomspeisung aktivierst.
Kann ich mit einem Audio Interface auch Gitarre aufnehmen?
Ja, aber du brauchst einen Instrument-Eingang (Hi-Z), nicht den XLR-Eingang. Der Hi-Z-Eingang ist auf die hohe Ausgangsimpedanz passiver Tonabnehmer abgestimmt. Die meisten Interfaces ab der Einsteigerklasse haben mindestens einen kombinierten Eingang mit umschaltbarem Hi-Z-Modus. Klassisch könntest du eine DI-Box zwischen Instrument und Audio Interface einschleifen, was die den Impedanzunterschied ebenfalls löst.
Wie wichtig ist die Latenz beim Audio Interface und was hilft dagegen?
Ab etwa 8 Millisekunden wird die Verzögerung beim Einspielen über Kopfhörer störend. Die Lösung ist Direct Monitoring: Das Interface leitet das Signal direkt auf den Kopfhörerausgang, bevor es den Computer durchläuft. Niedrige Latenz gilt als eines der zentralen Designziele moderner Audio Interfaces.
Funktioniert ein Audio Interface mit Mac und PC?
Ja, moderne Interfaces funktionieren auf beiden Betriebssystemen. Die meisten sind Class Compliant und brauchen keinen separaten Treiber. USB-Interfaces laufen auf Mac und Windows zuverlässig.
Was bekomme ich für unter 200 Euro, was für 300 bis 500 Euro?
Unter 200 Euro bekommst du ein solides Einsteiger-Interface mit ausreichend Gain und Direct Monitoring. Der Scarlett 2i2 ist der Klassiker in dieser Klasse. Ab 300 Euro steigt die Preamp-Qualität spürbar: besserer Rauschabstand und mehr Headroom bei höherer Verstärkung. Das Audient iD14 MKII und das SSL 12 sind typische Vertreter.
Wie groß sind die hörbaren Unterschiede zwischen modernen Interfaces wirklich?
Der auffälligste Unterschied liegt im Rauschabstand, besonders bei dynamischen Mikrofonen mit hohem Gain-Bedarf. Mit einem Kondensatormikrofon wirst du kaum einen Unterschied hören, weil das Rauschen vom Mikrofon selbst dominiert wird. Der Abstand zwischen Standard-Interface-Preamp und Ultra-Low-Noise-Preamp liegt laut Neumann typischerweise bei 3 bis 6 dB.
Welche Rolle spielen Preamps gegenüber Mikrofon und Raum?
In der Aufnahmekette gilt: Raum zuerst, dann Mikrofon, dann Preamp. Neumann bringt es auf den Punkt: "In normalen Anwendungen sind die Klangunterschiede zwischen verschiedenen Preamps weitaus geringer als zwischen verschiedenen Mikrofonen." Investiere zuerst in Raumakustik und Mikrofon, dann ins Interface.
Noch mehr lernen:
- Weitere Audio Interfaces für mehr Auswahl.
- Auf einen Blick: Audio Interface Vergleichstabelle für den direkten Überblick (PDF)



















